Kneippen. Erfrischen. Wasser.

Natur kann den Körper dabei unterstützen sich selbst zu helfen: auch mit kaltem Wasser in der Kneippanlage des Innsbrucker SINNREICHs.

Inhalt der Tafel vor Ort

Was ist Kneippen?

Kneippen ist eine von Sebastian Kneipp um 1850 entwickelte Naturheilmethode. Kalte Wasseranwendungen sollen dabei die Stärkung der Selbstheilungskräfte durch gezielte Reize fördern. Auch Bewegung und Ernährung sind Bestandteile.

Kneippen stärkt Körper und Geist 

Beim Kneippen watet man durch ein kaltes Wasserbecken oder legt die Arme in ein spezielles Becken, was Durchblutung, Immunsystem und Kreislauf stärkt.

Die 5 Säulen des Kneippens

  • Wasser
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Heilkräuter
  • Lebenswandel
Abbildung der Tafel zum Thema Kneippen. Links ist in LineArt gezeichnet, wie ein Bub, ein Mädchen und eine Frau durch das Wasser waten wie ein Storch. Ein Bein ist jeweils bis unter dem Knie im  Wasser, das andere Bein ist abgewickelt und über dem Wasser. Rechts sind Symbole der 5 Säulen eingezeichnet. Ein Tropfen für Wasser, ein Strichmännchen für Bewegung, ein Herz mit einer Gabel für Ernährung, eine Pflanze für Heilkräuter, drei organische ovale Kreise übereinander für Lebenswandel. Darunter sieht man in der rechten unteren Ecke in LineArt zwei Frauen die mit den Armen bis über dem Ellbogen in einem länglichen Tauchbecken voller Wasser sind.

Kneippen-Tafel vor Ort© Stadt Innsbruck/K. Iwanowa

Abbildung der Tafel zum Thema Kneippen. Links ist in LineArt gezeichnet, wie ein Bub, ein Mädchen und eine Frau durch das Wasser waten wie ein Storch. Ein Bein ist jeweils bis unter dem Knie im  Wasser, das andere Bein ist abgewickelt und über dem Wasser. Rechts sind Symbole der 5 Säulen eingezeichnet. Ein Tropfen für Wasser, ein Strichmännchen für Bewegung, ein Herz mit einer Gabel für Ernährung, eine Pflanze für Heilkräuter, drei organische ovale Kreise übereinander für Lebenswandel. Darunter sieht man in der rechten unteren Ecke in LineArt zwei Frauen die mit den Armen bis über dem Ellbogen in einem länglichen Tauchbecken voller Wasser sind.

Kneippen-Tafel vor Ort© Stadt Innsbruck/K. Iwanowa

Weitere Infos 

Kneippen ist eine natürliche Methode und soll die Gesundheit fördern. Sie wurde im 19. Jahrhundert von Sebastian Kneipp erfunden. Er war Pfarrer in Bayern und beschäftigte sich intensiv mit Wasseranwendungen. Sein Ziel war es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken.

Was ist die bekannteste Form des Kneippens?

Die bekannteste Form des Kneippens ist das Wassertreten. Dabei treten Personen barfuß durch kaltes Wasser. Sie heben die Beine langsam aus dem Wasser, ähnlich wie ein Storch, und setzen sie anschließend wieder hinein. Das kalte Wasser reizt den Körper, fördert die Durchblutung und stärkt die Blutgefäße. Nach dem Wassertreten wärmen sich die Füße wieder auf. Das soll den Kreislauf unterstützen.

Welche weiteren Anwendungen gibt es beim Kneippen?

Neben dem Wassertreten gibt es auch andere Anwendungen. Dazu gehören Armbäder, Übergießen oder kalte Waschungen. Wichtig ist, dass die Anwendungen kurz sind. Das Wasser soll kalt sein, aber nicht schmerzen. Nach jeder Anwendung sollten Sie sich bewegen, damit dem Körper wieder warm wird.

Das Kneippen besteht nicht nur aus Wasser. Es beruht auf fünf Säulen:

  1. Die erste Säule ist das Wasser.
  2. Die zweite Säule ist die Bewegung. Regelmäßige Bewegung hält den Körper fit.
  3. Die dritte Säule ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Frische und natürliche Lebensmittel spielen dabei eine wichtige Rolle.
  4. Die vierte Säule sind Heilpflanzen. Kräuter können das Wohlbefinden unterstützen.
  5. Die fünfte Säule nennt man Lebensordnung. Damit ist ein ausgeglichener Lebensstil gemeint. Dazu gehören ausreichend Schlaf, Erholung und ein geregelter Tagesablauf.
Ein Foto eines rechteckigen Kneipp-Tretbeckens im Freien. Zwei Handläufe aus Edelstahl sind montiert: einer führt vom Weg auf der linken Seite herab, und ein zweiter, paralleler Handlauf verläuft mittig über die gesamte Länge des Beckens, um Stabilität beim Gehen zu bieten. An der Vorderkante fließt Wasser über eine Metallrinne in einen tiefer liegenden Abfluss. Die Anlage ist von Gras und mehreren großen, abgerundeten Flusssteinen umgeben. Im Hintergrund sieht man drei Holzbänke.

Das Kneipp-Becken, in dem man wie ein Storch durch das Wasser waten kann. © Stadt Innsbruck/W. Grünzweig

Ein Foto eines rechteckigen Kneipp-Tretbeckens im Freien. Zwei Handläufe aus Edelstahl sind montiert: einer führt vom Weg auf der linken Seite herab, und ein zweiter, paralleler Handlauf verläuft mittig über die gesamte Länge des Beckens, um Stabilität beim Gehen zu bieten. An der Vorderkante fließt Wasser über eine Metallrinne in einen tiefer liegenden Abfluss. Die Anlage ist von Gras und mehreren großen, abgerundeten Flusssteinen umgeben. Im Hintergrund sieht man drei Holzbänke.

Das Kneipp-Becken, in dem man wie ein Storch durch das Wasser waten kann. © Stadt Innsbruck/W. Grünzweig

Wie kann das Kneippen die Gesundheit fördern?

Kneippen soll das Immunsystem stärken. Viele Menschen fühlen sich danach erfrischt und belebt. Es soll helfen, Erkältungen vorzubeugen. Auch bei müden Beinen oder leichten Kreislaufproblemen wird es oft angewendet.

Wann ist Kneippen nicht geeignet?

Kneippen ist nicht für alle geeignet. Menschen mit schweren Herz- oder Gefäßerkrankungen sollten vorher ärztlichen Rat einholen. Bei Fieber oder akuten Entzündungen sollten Sie auf kalte Anwendungen verzichten.

Ein rechteckiges, freistehendes Kneipp-Arm-Badebecken aus Edelstahl, das am Rand eines asphaltierten Weges steht. Der Trog ist mit klarem Wasser gefüllt. Rechts vom Becken befindet sich eine Grünfläche mit großen Flusssteinen. Im Hintergrund ist ein breiteres, flaches Kneipp-Tretbecken mit Edelstahl-Handläufen zu erkennen.

Das Tauchbecken für die Arme.© Stadt Innsbruck/W. Grünzweig

Ein rechteckiges, freistehendes Kneipp-Arm-Badebecken aus Edelstahl, das am Rand eines asphaltierten Weges steht. Der Trog ist mit klarem Wasser gefüllt. Rechts vom Becken befindet sich eine Grünfläche mit großen Flusssteinen. Im Hintergrund ist ein breiteres, flaches Kneipp-Tretbecken mit Edelstahl-Handläufen zu erkennen.

Das Tauchbecken für die Arme.© Stadt Innsbruck/W. Grünzweig

Kneippen: einfach und kostengünstig

Kneippen ist einfach und kostengünstig. Sie brauchen meist nur Wasser und etwas Zeit. Die Methode setzt auf natürliche Reize und einen bewussten Lebensstil. 

Wo gibt es Kneipp-Anlagen in Innsbruck?

Die Stadt Innsbruck stellt die Kneipp-Anlage an der Romuald-Raoul-Niescher-Promenade sowie jene in Igls (Eichlerstraße 17) zur Verfügung. Die Standorte finden Sie im Stadtplan: