Inhalt der Tafel vor Ort
Welche Bäume wachsen in unserer Stadt?
Bäume beleben unseren Lebensraum: Sie spenden Schatten, verbessern die Luft und machen Plätze angenehmer. An Straßen, in Parks oder entlang von Flüssen sind Bäume immer eine Bereicherung. Damit ein Baum gut wachsen kann, braucht er einen passenden Standort.
Drei Baumarten im Detail:
- Spitzahorn: (Acer platanoides): Arten: rund 150 Arten, Blattform: fünflappiges Blatt, Frucht: Doppelflügelnuss, Kronenform: säulenförmig, Wurzeln: Herzwurzler
- Esche: (Fraxinus excelsior): Arten: rund 65 Arten, Blattform: gefiederte Blättchen, Frucht: einseitige Flügelnuss, Kronenform: breitkronig, Wurzeln: Pfahlwurzler
- Fichte: (Picea abies) Arten: rund 35 Arten, Blattform: kurze Nadeln, Frucht: Zapfen, Kronenform: kegelförmig, Wurzeln: Flachwurzler
Unsere häufigsten Baumgattungen
- Ahorn (Acer)
- Linde (Tilia)
- Kirsche (Prunus)
- Esche (Fraxinus)
- Kastanie (Aesculus)
- Birke (Betula)
- Hainbuche (Carpinus)
- Eiche (Quercus)
- Kiefer (Pinus)
- Fichte (Picea)
Weitere Infos
Bäume im städtischen Raum werden immer wichtiger. Sie bringen Schatten und verbessern die Luft. Sie nehmen einen lebendigen Teil im öffentlichen Raum ein, der sich ständig verändert. Die Farbe Grün bildet die Basis, im Frühling kommen die Farben der Blüten dazu, im Spätsommer können Früchte geerntet werden und im Herbst verfärben sich die Bäume in ein buntes Meer. Jeder Baum hat Wurzeln, Blätter oder Nadeln, manchmal essbare Früchte und seine ganz eigene Form. Jede Baumart hat ihre spezifischen Eigenschaften und wird dort eingepflanzt, wo sie am besten wächst. Hier finden Sie die häufigsten Baumgattungen. Der Name in der Klammer ist Lateinisch. Diese Sprache wird in der Welt der Pflanzen verwendet.

Auch ein Baum fängt mal klein an. Und damit er besser wächst, bekommt er eine Baumstütze. © Stadt Innsbruck/F. Bär
Welche Bäume gibt es in Innsbruck?
Bäume haben einen großen Stellenwert im öffentlichen Raum. Zu den städtischen Bäumen zählen rund 25.000 Bäume. Sie sind aufgeteilt auf rund 70 Baumgattungen. Unterschieden werden Bäume, die im Straßenraum stehen, und Bäume in Parkanlagen oder an Flüssen. Besonders wichtig dabei ist das richtige Umfeld für den Baum. Jede Baumart braucht einen anderen Standort.
Die häufigsten Baumgattungen in Innsbruck sind der Ahorn gefolgt von der Linde und der Kirsche.
Drei Bäume im Detail
Eschen werden bis zu 30 Meter hoch und zählen damit zu den höchsten Laubbäumen. In Europa sind die rund 65 verschiedenen Arten weit verbreitet. Nach rund 100 Jahren ist sie ausgewachsen. Das Holz ist fest und biegsam. Weil die hellgrünen Blätter viel Licht durchlassen, ist er in Parkanlagen beliebt. Die Blätter verfärben sich kaum und fallen früh ab.
Der Spitzahorn wird seinem Namen gerecht und liegt in Innsbruck an der Spitze: Rund 2.700 Bäume dieser Art gibt es hier. Dieser Baum wird gerne im Straßenbereich eingesetzt. Bekannt ist er für seine fünflappigen Blätter, die sich im Herbst meist rot einfärben. Aus dem Holz werden Werkzeuge wie Stiele, Spazierstöcke und Schlittenkufen gefertigt. Durch die großen Blätter wirkt der Baum sehr dicht und bietet viel Schatten. In Kanada ist das Ahornblatt sogar ein Nationalsymbol.
Von der Fichte gibt es ca. 35 Arten und am wohlsten fühlt sie sich im Gebirge. In Innsbruck liegt sie an der achten Stelle der Rangliste. Sie kann bis zu 25 Meter hoch werden. Früher hat man sie gerne als Weihnachtsbaum verwendet. Ihre Nadeln sind silber-blau und im Wald riecht man sie sofort. Aber Vorsicht: die Nadeln der Fichte stechen. Die Fichte ist ein Flachwurzler und hat als Frucht Zapfen, die gerne für Adventkränze genutzt werden.
Was bedeutet Herz-, Pfahl- und Flachwurzler?
- Herzwurzler: Die Wurzeln breiten sich flach und tief aus, dadurch ist die Versorgung sicher und der Baum fest verankert.
- Tief-Pfahlwurzler: Das Wurzelgeflecht gelangt bis ins Grundwasser und verankert den Baum im Boden. Die Bäume können auf sandigen Böden oder in Spalten wachsen.
- Flachwurzler: Das flache, oberflächen-nahe Wurzelwerk kann viel Regenwasser aufnehmen, bietet dem Baum jedoch nur wenig Stabilität gegen Stürme.
Welche Lehrberufe gibt es für Baum-Begeisterte bei der Stadt Innsbruck?
Landschaftsgärtner:in
Landschaftsgärtner:innen errichten, gestalten und pflegen Hausgärten, öffentliche Grünanlagen, Parks und freie Flächen. Sie pflanzen, schneiden und pflegen Bäume, Sträucher, Rasen und Blumen. Außerdem legen sie Wege, Teiche oder Terrassen an und kümmern sich um Dach- und Fassadenbegrünungen. Die Arbeit findet draußen mit verschiedenen Maschinen und Werkzeugen statt.
Die Lehrzeit beträgt drei Jahre und kann auch als verlängerte Lehre mit vier Jahren abgeschlossen werden. Wenn also das Zusammenleben mit der Natur einen großen Stellenwert einnimmt, ist die Lehre zum:zur Landschaftsgärtner:in genau das Richtige!
Zierpflanzengärtner:in & Friedhofsgärtner:in
Das Handwerk des:der Zierpflanzengärtner:in erlernen Lehrlinge in drei Jahren. Als verlängerte Lehre kann die Ausbildung auch vier Jahre dauern.
Gärtner:innen ziehen in diesem Beruf Zierpflanzen für Gärten, Parks, Balkone, Terrassen und Innenräume auf. Sie begleiten die Pflanzen von der Aussaat bis zur blühenden Pflanze. Dafür sind viel Feingefühl, Geduld und fundierte Kenntnisse über Pflanzen, Böden und deren Pflege erforderlich. Wichtig ist auch der Fokus auf umweltfreundlichen und biologischen Pflanzenschutz zum Beispiel mit Nützlingen.
Zur Ausbildung gehören auch Grundlagen der Floristik. Gärtner:innen binden zum einen Blumensträuße und Kränze, zum anderen gestalten sie Blumenschmuck für Hochzeiten, Trauerfeiern und Feste.
Friedhofsgärtner:innen gestalten, bepflanzen und pflegen auch Grabstätten und Friedhofsanlagen. Besonders wichtig dabei: Einfühlungsvermögen, Sorgfalt und Kreativität.











