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STADT- UND ORTSBILDSCHUTZ

Die Stadt Innsbruck hat Schutzzonen für besonders qualitätsvolle Stadtteile und Gebäudegruppen ausgewiesen. Diese Stadträume sollen in ihrem Charakter erhalten, architektonisch qualitätsvoll gestaltet und behutsam weiterentwickelt werden.

Der Erhalt von baukulturell besonderen Stadtteilen ist für die Stadt Innsbruck wichtig, in Anbetracht ihrer rasanten Entwicklung und dem Druck zu Wachstum, Veränderung und Verdichtung. Die kulturellen, ästhetischen und identitätsstiftenden Aspekte historisch gewachsener Plätze und Straßenzüge sind für BewohnerInnen und BesucherInnen gleichermaßen bedeutsam. Neu Gebautes kann besonders neben und in direktem Bezug zum Etablierten und Gewohnten seine Qualität darstellen und unter Beweis stellen.

Der Ortsbildschutz findet seinen rechtlichen Rahmen im Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetz (SOG), das im Jahr 1976 ins Leben gerufen und zuletzt am 1. Jänner 2021 novelliert wurde.

 

Im Folgenden finden Sie detailliertere Informationen:

 

Erweiterte Bewilligungspflichten (§ 17 SOG 2021)

In Schutzzonen gelten Bewilligungspflichten nach SOG und Gestaltungsvorgaben, die über die Vorgaben der Tiroler Bauordnung hinausgehen.

Beispielsweise ist der Fenstertausch, die Fassadensanierung, die Erneuerung des Fassadenanstrichs oder die Erneuerung der Dacheindeckung bewilligungspflichtig. In der Praxis werden die geplanten Maßnahmen mit den Zuständigen im Vorfeld abgestimmt. 

Inhaltlich zielt das SOG im Wesentlichen auf das Ortsbild ab, weshalb die gestalterischen Vorgaben primär das Äußere von Gebäuden betreffen. Die Bewilligungsvoraussetzungen sind im § 19 SOG 2021 definiert.

Die Stadtgemeinde Innsbruck fördert gemeinsam mit dem Land Tirol Vorhaben in Schutzzonen, die der Erhaltung des charakteristischen Gepräges des jeweiligen Stadt- oder Ortsteiles bzw. der jeweiligen Gebäudegruppe dienen. Gegenstand der Förderung sind jene Kosten bzw. Mehrkosten, die aufgrund dieses Gesetzes zusätzlich zu den Kosten, die auch aufgrund der Tiroler Bauordnung 2018 aufgewendet werden müssten, entstehen.

Die Bewilligung nach dem SOG ist auch Voraussetzung für die Gewährung von Förderungen nach dem Wohnbauförderungsgesetz (Wohnhaussanierungen)!

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Wesentliche Instrumente des SOG:

Sachverständigenbeirat - SVB (§ 29 ff)

Das zentrale Instrument des Ortsbildschutzes ist der Sachverständigenbeirat, ein unabhängiges, gutachterlich tätiges Fachgremium. Der Beirat ist in Bauverfahren in den Schutzzonen zu integrieren. Der Beirat tagt etwa 25 Mal im Jahr und ist mit ArchitektInnen sowie VertreterInnen des Innsbrucker Stadtmagistrats, des Landes Tirol, der Universität Innsbruck und des Bundesdenkmalamtes beschickt.

Der Beirat befasst sich mit Bauanfragen, Bauansuchen, Bebauungs- und Flächenwidmungsplänen sowie Randbedingungen und Zielsetzungen für Architekturwettbewerbe in den Schutzzonen. Konkret können dies auch Details wie Beleuchtungen, Dachbodenausbauten oder Geschäftsportale sein.

PlanerInnen und InvestorInnen haben jedenfalls die Möglichkeit, bereits im Vorfeld des Baubewilligungsverfahrens mit dem Sachverständigenbeirat Projekte offen und qualifiziert zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Durch die sorgfältige, prozesshafte Auseinandersetzung mit jeder Maßnahme sollen Ensembles oder ganze Stadtteile auch für nächste Generationen in ihrer Charakteristik erlebbar bleiben.

Beratung durch die örtlichen GemeindevertreterInnen

Sie sind AnsprechpartnerInnen für Belange des SOG, sie betreuen die Sitzungen des Sachverständigenbeirats, formulieren fachliche Vorgaben bei Sanierungen und wickeln die Förderungen nach dem SOG ab.

Förderungen (34 ff) – siehe Merkblatt

Wettbewerbe (§ 27 ff)

 

Bitte nehmen Sie vor jeglicher geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahme in Schutzzonen Kontakt mit dem Stadtmagistrat auf und lassen Sie sich über allfällige Auflagen und Förderungen beraten!

Für Informationen und Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Kontakt

Projekte, Gestaltung und Ortsbildschutz

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