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STADTARCHIV

Stadtgeschichte von Innsbruck

Der Name Innsbruck (um 1167 als „Inspruk" erstmals genannt) kommt von der Brücke über den Inn, welche in der Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals erbaut wurde und in der Folge bis heute zum heraldischen Symbol im Siegel und Wappen Innsbrucks wurde.

Ausgrabungen und Funde geben Zeugnis von der Besiedelung des Innsbrucker Raumes ab der Steinzeit. Wo die Straße vom Brennergebiet das Inntal erreichte und sich teilte, war von den Römern etwa 15 v. Chr. das befestigte Kastell Veldidena (heute Innsbrucker Stadtteil Wilten) errichtet worden. Die Römer hatten das zentrale Alpen- und Voralpengebiet zur Provinz Raetia (Rätien) zusammengefasst.

Das Innsbrucker Becken, das zu einem großen Teil die von Deutschland kommenden Straßen in sich vereinigt und über den Brenner den niedrigsten Pass des Alpenhauptkammes nach Süden weiterführt, profitierte von Anfang an von der günstigen verkehrsgeografische Lage. Innsbruck war und ist Knotenpunkt der Nord-Süd und Ost-West Verkehrslinien eine Tatsache, die heute aufgrund der starken Belastung durch den Transitverkehr nicht nur als Segen gesehen wird.

Die Geschichte Innsbrucks erhellt sich um 1133, als die bayerischen Grafen von Andechs am orographisch linken Innufer einen Markt (heute Stadtteil St. Nikolaus) errichteten. 1180 erwarb Markgraf Berthold V. von Andechs Istrien vom Stift Wilten ein Grundstück am rechten Innufer und errichtete dort einen durch einen Graben und eine Stadtmauer mit Toren umgebenen weiteren Markt- und Handelsplatz, die heutige Altstadt. Zwischen 1187 und 1204 erfolgte die Erhebung zur Stadt und die Verleihung städtischer Rechte.
1281 kam es zur ersten Stadterweiterung (Neustadt, heutige Maria-Theresien-Straße). 1363 kommt Innsbruck mit der Grafschaft Tirol an die Herzoge von Österreich. Herzog Friedrich IV. erwählte Innsbruck 1420 zur neuen Residenzstadt. Es folgte eine absolute Blütezeit, die unter Kaiser Maximilian (1459 - 1519) ihren Höhepunkt erreichte.

An Kaiser Maximilian I. erinnert das Wahrzeichen Innsbrucks, das weltbekannte Goldene Dachl in der Innsbrucker Altstadt. Mit der Residenzstadt Innsbruck war Maximilian eng verbunden. Von hier aus wurde Weltgeschichte gemacht. Innsbruck war Mittelpunkt des damaligen Europas. Die europäische Bedeutung und vor allem die musikalische Blütezeit Innsbrucks vom 15. bis ins 18. Jahrhundert prägen auch heute noch die Stadt vor allem in kultureller und baulicher Hinsicht. Innsbruck ist internationales Zentrum für Alte Musik.
Kaiser Maximilian I. stand an der Zeitenwende. Er war der letzte Ritter und gleichzeitig der erste Herrscher, der einer neuen Zeit angehörte. Er war der erste Habsburger, der sich von einer mitteleuropäischen Orientierung hin nach Westeuropa wandte. Seine erste Ehe mit Maria von Burgund brachte als Gewinn die heutigen Länder Belgien und die Niederlande, sowie Teile Nordfrankreichs ein - und die Gegnerschaft mit Frankreich. Die Verbindung mit Bianca Maria Sforza ebnete ihm den Weg nach Italien. Durch Maximilians Heiratspolitik ging schließlich die spanische Thronfolge auf das Haus Habsburg über.
„Tirol ist ein grober Bauernkittel, aber er wärmet gut". So äußerte sich Kaiser Maximilian über sein Lieblingsland Tirol. Nachdem ihm 1490 sein Onkel Sigmund der Münzreiche das Land übergeben hatte, machte Maximilian Tirol zum Mittelpunkt seiner politischen und militärischen Pläne und zur Drehscheibe seiner Italienpolitik. Das Silber und Kupfer der Bergwerke Schwaz verhießen Reichtum. Die Haller Münze brachte ihm Geld, Geschützgießer und Plattnereien versprachen militärische Vorteile. Außerdem bot Tirol dem passionierten Jäger Fischweiden und Jagdgründe.
Um den Tirolern ihre Unabhängigkeit zu sichern, gestand Kaiser Maximilian seinen Tirolern 1511 im „Landlibell" das Privileg zu, lediglich die eigenen Grenzen verteidigen zu müssen. An den übrigen Kriegen der Habsburger nahmen die Tiroler nicht teil.

Von 1806 bis 1814 war Tirol bei Bayern und Innsbruck mit dem Bergisel Ort der Freiheitskämpfe unter Anführung des Landeshelden Andreas Hofer, genannt der „Sandwirt im Passeier". (1767 – 1810). 1849 löst Innsbruck Meran offiziell als Landeshauptstadt ab.

Von 1938 bis 1945 war Österreich und damit auch Innsbruck der Nationalsozialistischen Herrschaft des Großdeutschen Reiches einverleibt. In den letzten beiden Kriegsjahren wurde die Stadt von 22 Bombenangriffen heimgesucht und zum Teil schwer zerstört.

Der Wiederaufbau Innsbrucks ging aufgrund des Aufblühens von Tourismus und Wirtschaft rasch vor sich. Innsbruck wurde internationales Zentrum des Wintersports (1964 und 1976 Austragungsort Olympischer Winterspiele) und erlebt derzeit eine Renaissance auch als Kulturstadt. 

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