
Wer eine Volksabstimmung plant, sollte die Frage so formulieren, dass das Wahlvolk jedenfalls mit „Ja“ antworten kann.
Im Jahr 1938 wurden die Innsbrucker:innen in kurzer Zeit sogar zwei Mal zu so einem „Ja“ aufgerufen. Streng genommen wurden nicht alle aufgerufen, ganze Bevölkerungsteile wurden von den Abstimmungen ausgeschlossen. Und am Ende wurde auch nur eine der geplanten Volksabstimmungen wirklich abgehalten.
Kurz vorher war die Stadt Innsbruck herrlich geschmückt - ein berühmter Besucher hatte sich angekündigt. Ein Volk lag im Taumel, denn aus einem Reich kam ein Führer. Das Ergebnis der Abstimmung vom 10. April lag dann wenig überraschend bei fast 100 Prozent Zustimmung – Ein „Ja!“ für den Führer.
Die Bestände im Referat Stadtarchiv/Stadtmuseum dokumentieren diese Abstimmungen aus Sicht der für die Wahlen zuständigen Ämter. Die Ergebnisse werden mit einer 1921 durchführten fast gleichlautenden Volksabstimmung sowie den letzten Wahlergebnissen der Ersten Republik verglichen und mit zeitgenössischen Plakaten und Bildern illustriert.
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Projektleitung und Kurator: Niko Hofinger
Ausstellungsaufbau: Niko Hofinger, Robert Simmerle
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