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Museum Goldenes Dachl

 

Sind die Schindeln wirklich aus Gold? Darf man den Balkon betreten? Ist das nicht ein bisschen klein für ein Wahrzeichen einer Stadt wie Innsbruck?
Das Museum Goldenes Dachl beantwortet mehr als diese drei oft gehörten Fragen.

Das Goldene Dachl – Ort für Ausblicke und Einblicke

Es sind genau 2.657 feuervergoldete Kupferschindeln, mit denen das Dach des prunkvollen Erkers gedeckt ist. Kaiser Maximilian I. ließ ihn zwischen 1497 und 1500 im spätgotischen Stil errichten, und er dürfte wohl seine Freude daran gehabt haben, von dort auf das Treiben an diesem zentralen Punkt seines Reiches zu blicken. Heute genießen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt diesen „kaiserlichen“ Ausblick und erfreuen sich an den überaus kunstvollen Details des Prunk-Erkers, der zwar nicht das größte, aber eines der spannendsten Bauwerke der Region ist. Ein Rundgang durch das Museum bietet Einblicke in das Leben und Wirken des Kaisers im spätmittelalterlichen Tirol.

Wahrzeichen der Stadt Innsbruck: lange Zeit unterbelichtet

Der als Goldenes Dachl bekannte Erker ziert die Südfront des kaiserlichen Regierungsgebäudes, das als „Neuhof“ bezeichnet wurde. Es steht an einer exponierten Stelle: Jeder, der die Stadt durch eines der drei Haupttore betrat, konnte es sofort sehen. Als Baumeister gilt Nikolaus Türing. Die Fresken – sie zeigen vermutlich eine höfische Gesellschaft vor einer Hausfassade – werden dem Maler Jörg Kölderer zugeschrieben. Ob er sie wirklich gemalt hat, ist bis heute ebenso unklar wie die Bedeutung der Darstellungen.

Die besondere Qualität dieses Bauwerks wurde erst spät erkannt. Lange Zeit fristete es ein eher unauffälliges Dasein, u.a. als Regierungssitz und als Kaserne. Von 1821 bis 1831 war es sogar in der Hand einer privaten Gesellschaft. Als es 1822 zum Zinshaus umgebaut wurde, blieben nur der Erker und einige Innenräume von den Baumaßnahmen verschont. 1831 kaufte die Stadt Innsbruck das stark in Mitleidenschaft gezogene Gebäude.

Zum Wahrzeichen der Stadt Innsbruck wurde der prunkvolle Erker erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, mit dem Beginn des Tourismus.

Gekonnte Inszenierung

Die heutige Bekanntheit des Goldenen Dachls würde dem Meister der Selbstinszenierung, Kaiser Maximilian I., vermutlich sehr gefallen. Repräsentation spielte in seinem Leben eine große Rolle. Er setzte die Medien und Künstler seiner Zeit gezielt für sich und sein „Gedechtnus“ ein, was an dem Erker deutlich zu sehen ist.

In die Brüstung sind zehn Reliefs aus Mittenwalder Sandstein eingelassen. Sie zeigen eine höfische Veranstaltung mit Moriskentänzern, die an ihren charakteristischen Körperverdrehungen erkennbar sind. Kaiser Maximilian I. ist auf zwei Reliefs zu sehen. Sie sind zentral auf der Vorderseite positioniert. Das linke Relief zeigt ihn im Profil mit seiner ersten Frau Maria von Burgund und seiner zweiten Frau Bianca Maria Sforza. Auf dem rechten Relief wird Maximilian I. von einem Hofnarren und einem hohen Hofbeamten flankiert.

Der Prunk-Erker

Höhepunkt des Rundgangs durch das Museum ist ein Blick auf den Prunk-Erker und die Aussicht, die der Kaiser von dort genoss – auf den zentralen Platz der Innsbrucker Altstadt. Rund um den Erker gibt es bis heute einige ungelöste Fragen, die Forscherinnen und Forscher beschäftigen. Dazu zählt ein gewundenes Spruchband mit goldenen, schwarz eingefassten Schriftzeichen, das im Hintergrund der zehn Reliefs verläuft. Diese 58 Schriftzeichen konnten bis heute nicht entschlüsselt werden. Ob es sich um eine Geheimschrift handelt, die der Kaiser selbst erfunden hat? Oder sollten die Zeichen reine Dekoration mit orientalischem Flair sein?

Das Goldene Dachl für Kinder

Wie haben Ritter und Prinzessinnen gelebt? Kinder machen bei ihrem Rundgang Bekanntschaft mit Kunz von der Rosen, dem persönlichen Hofnarren von Kaiser Maximilian. Er begleitet sie durch das Museum und in einen eigenen Raum, in dem kreative Spiele und ausgewählte Kinderbücher zum Verweilen einladen.

Ihr Besuch im Museum Goldenes Dachl

Ganzjährige Ausstellung:
Kaiser Maximilian und das spätmittelalterliche Tirol

Audio-Guides
sind im Eintrittspreis bereits inkludiert und in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Russisch erhältlich. Ausstellungstexte stehen auch in chinesischer Sprache zur Verfügung.

Ein 20 Minuten langer Film (ebenso in allen sechs Sprachen) lässt die Welt Maximilians, sein Leben und Wirken lebendig und greifbar werden.

Das Museum bietet Ihnen außerdem:
• Kindergeburtstage
• Führungen für Schulklassen und Gruppen
Telefonische Anmeldung: +43 (0) 512 / 5360-1441, Mag.a Angelika Kollmann-Rozin

SONDERAUSSTELLUNG 2019

Im Jahr 2019 jährt sich der Todestag von Maximilian I. zum 500. Mal. In ganz Tirol wird auf unterschiedliche Weise an den Kaiser erinnert werden, der über sein Lieblingsland Tirol einmal gesagt hat: „Tirol ist ein grober Bauernkittel, aber er wärmet gut.“ Im Museum Goldenes Dachl wird am 11. Januar 2019 eine multimediale Sonderausstellung eröffnet.

                

KONTAKT

Museum Goldenes Dachl
Herzog-Friedrich-Straße 15
6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 5360 1441
Fax: +43 512 5360 1418
Goldenes.dachl@innsbruck.gv.at
www.innsbruck.gv.at/goldenesdachl

ÖFFNUNGSZEITEN
Mai – September: täglich 10:00 – 17:00 Uhr
Oktober – April: Di – So 10:00 – 17:00 Uhr
November geschlossen

 

 

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Museum Goldenes Dachl

Herzog-Friedrich-Straße 15

2.Stock
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Fax: +43 512 5360 1418
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Öffnungszeiten

Mai-September:
Mo-So 10.00-17.00 Uhr

Oktober-April:
Di-So 10.00-17:00 Uhr

November geschlossen

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A-6020 Innsbruck
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