Superblocks

Superblocks schaffen mehr Raum für Menschen, Begrünung und sichere Mobilität im Stadtteil. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird dieses Konzept erstmals in Innsbruck im Stadtteil Dreiheiligen umgesetzt.

Was ist ein Superblock?

Superblocks sind Quartiere, in denen bestehende Stadträume neu gedacht und miteinander vernetzt werden. Im Zentrum steht die Aufwertung des öffentlichen Raums durch eine neue Organisation des Verkehrs. Dadurch wird der Straßenraum für alle besser nutzbar.

Typische Merkmale eines Superblocks sind:

  • enge Einbindung von Bewohner:innen und lokalen Akteur:innen
  • qualitätsvoller, klimafitter öffentlicher Raum mit Begrünung und Entsiegelung
  • mehr Sicherheit und Raum für Fuß- und Radverkehr
  • Aufwertung der Erdgeschosszone
  • Raum für Begegnung, Austausch und soziales Miteinander
  • schrittweise Umsetzung mit temporären Maßnahmen

So entstehen mehr Grün- und Freiflächen, attraktive Aufenthaltsbereiche sowie lebendige Stadträume.

Superblocks werden in vielen Städten bereits erfolgreich umgesetzt – etwa als Pilotprojekte oder als stadtweite Strategien. Besonders dort, wo die Bevölkerung eng eingebunden wird, sind sie sehr beliebt, beispielsweise in Barcelona. Oder auch in Berlin, wo Superblocks durch Initiativen aus der Bevölkerung angestoßen wurden.

Auch in Innsbruck soll dieses Konzept nun erstmals im Rahmen eines Pilotprojekts erprobt werden. Im „Zukunftsvertrag Innsbruck 2024–2030“ ist vorgesehen, einen „an Superblocks orientierten Modellversuch Verkehrsführung“ umzusetzen.

Grafik Superblocks

Mehr Raum für Menschen: Der Stadtteil Dreiheiligen ist das Pilotquartier für den ersten Innsbrucker Superblock. © Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüro bauchplan ).(.

Dreiheiligen als Pilotquartier

Im Stadtteil Dreiheiligen können aufgrund der räumlichen Situation, der aktuellen Verkehrssituation sowie möglicher Anknüpfungspunkte besonders viele Potenziale des Superblock-Konzepts genutzt werden.

Die vielen pädagogischen Einrichtungen im Gebiet profitieren von Verkehrsberuhigungs­maßnahmen und einer Aufwertung des öffentlichen Raums. Bestehende kulturelle und soziale Einrichtungen im Quartier können durch qualitätsvolle und aneignungsfähige Stadträume ergänzt und so gestärkt werden.

Bereiche mit erhöhtem Hitzestress können durch grüne und blaue Infrastruktur verbessert werden. In Kombination mit der guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr bietet Dreiheiligen sehr gute Voraussetzungen für eine erste Pilotumsetzung des Superblock-Konzepts unter Einbindung der Bewohner:innen und der lokalen Akteur:innen.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Umsetzung eines Superblocks erfolgt in mehreren Phasen:

  1. Potenzialanalyse des Stadtgebiets zur Identifikation möglicher Superblock Gebiete
  2. Auswahl eines Pilotgebiets – beide Schritte sind in Innsbruck bereits erfolgt
  3. Entwicklung eines Konzepts mit Verkehrs-und Freiraumplanung
  4. Pilotphase mit temporären Maßnahmen
  5. Ausführungsplanung für dauerhafte Maßnahmen
  6. bauliche Umsetzung einzelner Maßnahmen

In Dreiheiligen erfolgt die Umsetzung im Rahmen eines dreijährigen Projekts – gefördert durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktusowie den Klima- und Energiefonds. Hier sollen die Vorteile eines Superblocks sichtbar und erlebbar gemacht werden.

Begleitet wird die Stadt Innsbruck dabei von dem Innovationslabor future.lab, dem Institut für Verkehrswissenschaften und dem Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüro bauchplan ).(.

Projektstart

Das Projekt startet im Mai 2026 mit ersten Analysen der bestehenden Strukturen und der Vorbereitung des Beteiligungsprozesses. Damit sich Superblocks mit Leben füllen, ist es entscheidend, die Bewohner:innen von Anfang an mitzunehmen und aktiv einzubinden.

Eine erste Gelegenheit dazu wird es im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche im September 2026 geben, bei der ein erstes Beteiligungsformat vor Ort angeboten wird.

Weitere Informationen werden hier laufend ergänzt.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Fragen, Ideen oder Anliegen können Sie gerne auch direkt per E-Mail an das Referat Strategie und Integration - Superblocks richten:

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