Bauen | Wohnen

BAUEN | WOHNEN

Meist gestellte Fragen zum Thema Mietzinsbeihilfe:

 

Welche grundsätzlichen Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine Mietzinsbeihilfe erhalten zu können?

  • Es muss sich um eine freifinanzierte Wohnung handeln. Für wohnbaugeförderte Wohnungen kann ein Antrag auf Wohnbeihilfe beim Amt der Tiroler Landesregierung (Landhaus 1, 4.Stock) gestellt werden.
     
  • Mietvertrag für eine Wohnung (keine Einzelzimmer)
     
  • Hauptwohnsitz in der Wohnung
     
  • Vollendung des 18. Lebensjahres

 

Gibt es Wartefristen?

In Innsbruck benötigt man seit 01.01.2019 als EU-BürgerIn oder diesen Gleichgestellte (z.B. Schweizer StaatsbürgerInnen, Flüchtlinge nach Genfer Konvention, InhaberInnen einer Asylkarte nach §51a AsylG 2005) unmittelbar und zusammenhängend vor der Antragstellung zwei Jahre Hauptwohnsitz in Innsbruck.

Nicht-EU-BürgerInnen haben eine Wartefrist von fünf Jahren Aufenthaltsdauer in Tirol.

 

Welche Unterlagen benötigt man? (in Kopie)

  • Mietvertrag - alle Seiten (nur bei Erstantrag, Wohnungswechsel, oder neuem Mietvertrag)

  • Meldezettel (nur bei Erstantrag, Wohnungswechsel)

  • Mietenbestätigung (vom Vermieter oder Hausverwalter) – Formblatt TWFG 1991-F8a bzw. Mietvorschreibung

  • Einzahlungsbeleg/Kontoauszug der Miete (+ Betriebskosten)

  • Jahreslohnzettel des vorangegangenen Kalenderjahres (1.1. – 31.12.)

  • Informationsblatt zum Datenschutz

  • die letzten drei-vier Monatslohnzettel / aktueller Pensionsbescheid

  • bei Kindern ab dem 15. Lebensjahr – Schulbesuchsbestätigung

  • bei Hausfrauen – Versicherungsdatenauszug/Mitversicherung von der TGKK

  • bei Lehrlingen – Lehrvertrag und aktueller Lohnzettel

bei Zutreffen:

  • Bescheid über Sozialbeihilfe, Wochengeld/Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld, REHA-Geld, Bescheid der Familienbeihilfe (ab dem 18. Lebensjahr), Bescheid/Kontoauszug des ausländischen Pensionsbezuges

  • Unterhalt bzw. laufende Alimente für Kinder (Kontoauszug oder Beschluss)

  • Kopie des Behindertenausweises

bei Geburt eines Kindes sind der Meldezettel und die Geburtsurkunde unverzüglich einzureichen

 

Wann wird die Beihilfe ausgezahlt?

Die Beihilfe wird ab dem der Antragstellung folgenden Monat ausbezahlt. Bei Antragstellung innerhalb der ersten drei Werktage wird die Beihilfe bereits im betreffenden Monat gewährt. Die Beihilfe wird immer zum Monatsende ausbezahlt. Aufgrund von Feiertagen und Wochenenden kann sich die Auszahlung um max. zwei bis drei Tage verzögern.

 

Bekomme ich einen Bescheid über die Beihilfengewährung?

Ja, vom Amt der Tiroler Landesregierung erhält man im Monat der erstmaligen Auszahlung einen Beihilfenbescheid. Daraus kann man die Höhe und die Dauer der Beihilfengewährung entnehmen. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Postkasten beschriftet ist, damit Sie den Bescheid auch sicher erhalten.
Die Bearbeitungszeit beträgt im Durchschnitt drei bis vier Wochen.

 

Wie lange bekomme ich die Beihilfe?

Die Beihilfe wird grundsätzlich ein Jahr lang gewährt, danach muss man wieder einen Folgeantrag stellen. Wenn der neuerliche Antrag innerhalb von drei Monaten nach Auslaufen der Beihilfe gestellt wird, wird die Beihilfe rückwirkend ab dem Auslaufdatum vergütet. Bei Überschreitung dieser Frist erhält man wie beim Erstansuchen die Beilhilfe wieder ab dem der Antragstellung folgenden Monat. Bei Antragstellung innerhalb der ersten drei Werktage wird die Beihilfe bereits im laufenden Monat gewährt. Bei einem Wohnungswechsel ist jedenfalls ein neuer Antrag zu stellen.

 

Wird die Beihilfe ausschließlich nach dem tatsächlichen Einkommen ermittelt?

Bei PensionistInnen - ja.
Bei Personen mit sehr niedrigen, im Verhältnis zum Mietaufwand unglaubwürdigen Einkommen kommt die Richtsatzmethode zur Anwendung. Dabei wird ein fiktives Einkommen ermittelt. Dieses setzt sich aus der Grundsicherung zuzüglich der Nettomiete (ohne Betriebskosten) zusammen und wird für die Beihilfengewährung herangezogen. Sollte das tatsächliche Einkommen nach Berücksichtigung der Mietzinsbeihilfe immer noch unter diesem Wert liegen, kann man beim Sozialamt um weitere Unterstützung ansuchen.

 

Wann sind Änderungen der Familien und Einkommensverhältnisse bekanntzugeben?

Sofort nach Eintritt der Änderungen. Werden diese Änderungen von Amts wegen entdeckt, führt das zur Einstellung der Beihilfe. Sollten offensichtlich bewusst Informationen verschwiegen werden, kann dies auch zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Geringfügige Änderungen der Miethöhe werden nicht unterjährig, sondern erst mit dem nächsten Folgeansuchen berücksichtigt.

 

Wird die Mietzinsbeihilfe bei Wohnungsaufgabe/Umzug/Abmeldung automatisch eingestellt?

Nein, die Einstellung der Beihilfe muss vom Antragsteller in der Abteilung Mietzinsbeihilfe beantragt werden.

 

 

StudentInnenbeihilfen:

Wodurch unterscheiden sich StudentInnenbeihilfen von der Beihilfe für Erwerbstätige und PensionistInnen?

Die Beihilfe ist pauschaliert und beträgt für eine Person € 125,- für zwei Personen € 175.- und drei Personen als Maximum
€ 225.-. Die Höhe der Miete spielt keine Rolle. Solange StudentInnen nur einem Nebenerwerb nachgehen und das Einkommen weniger als rd. € 917,- netto im Monat beträgt, bleibt dieses unberücksichtigt.

Ab 1.1.2019 wird auch das Einkommen der Eltern bei StudentInnenbeihilfen berücksichtigt:
Das monatliche Netto-Einkommen (Jahreszwölftel) der Eltern oder der Unterhaltspflichtigen darf den Betrag von € 1.995,- pro Elternteil oder Unterhaltspflichtigem bzw. das monatliche Gesamtnetto-Einkommen (Jahreszwölftel) beider Elternteile oder Unterhaltspflichtigen von € 3.990,- nicht überschreiten.
Im Falle des nachweislichen Fehlens eines zweiten Unterhaltspflichtigen darf das monatliche Netto-Einkommen (Jahreszwölftel) nicht mehr als € 2.850,- betragen.
Die Einkommensgrenze erhöht sich für Geschwister bis zum vollendeten 25. Lebensjahr des/der Studierenden um je € 245,-.

 

Ist es egal wer von der WG den Antrag stellt?

Nein, der/die AntragstellerIn muss HauptmieterIn oder zumindest gleichberechtigte(r) MieterIn der Wohnung sein. (kein Untermietvertrag/kein Zimmermietvertrag)

 

Welche Unterlagen benötigt man? (in Kopie)

bei Zutreffen:

  • Lohnzettel über Beschäftigung, Ferialarbeit, etc.

  • Stipendiumsbescheid

  • Waisenrente

MitbewohnerInnenwechsel sind unverzüglich zu melden und der Meldezettel, das aktuelle Studienblatt und der Einkommensnachweis der Eltern des neuen Mitbewohners/der neuen Mitbewohnerin sind bei der Mietzinsbeihilfenstelle einzureichen

Die angeführten Unterlagen sind von allen BewohnerInnen der WG beizubringen.

 

Wie definiert sich eine StudentInnen- Wohngemeinschaft (WG)?

Eine StudentInnen- WG liegt vor, wenn in einer gemieteten Wohnung mit Mietvertrag für die gesamte Wohnung (keine Einzelzimmermietverträge) ausschließlich StudentInnen, Studenten, volljährige SchülerInnen, Schüler und Lehrlinge wohnen.
Eine gemischte WG bestehend aus oben benanntem Personenkreis und Erwerbstätigen bekommt im Regelfall keine Beihilfe. In einem solchen Fall müssten alle Einkommen, auch die der Nebentätigkeiten zusammengerechnet werden. In den allermeisten Fällen ist dann das Gesamteinkommen zu hoch.

Wenn ein(e) StudentIn der WG sein/ihr Studium während laufender Beihilfe beendet und erwerbstätig wird, kann die Beihilfe noch bis Ende der einjährigen Laufzeit, reduziert um diese eine Person, weitergewährt werden.

 

Können Studierende kurzfristig ins Ausland gehen, ohne die Beihilfe zu verlieren?

Ein maximal halbjähriger Auslandsaufenthalt von Studierenden (Semester-Erasmus) unterbricht die Beihilfengewährung nicht.
Die betreffende Person muss selbstverständlich an der Beihilfenadresse mit Hauptwohnsitz gemeldet bleiben.

 

Müssen alle StudentInnen den Hauptwohnsitz in Innsbruck haben?

Nein, nur der/die AntragstellerIn muss ihn haben. StudentInnen mit Nebenwohnsitz bekommen allerdings keine Beihilfe.

Schriftgröße A A A

Sprachen deutsch

englisch

Landeshauptstadt Innsbruck
A-6020 Innsbruck
Maria-Theresien-Straße 18