Klima-Projekte

Hier finden Sie eine Auswahl an Projekten der Stadt Innsbruck gegen den Klimawandel oder dessen Auswirkungen.

Welche Projekte gegen den Klimawandel und für die Anpassung gibt es in Innsbruck?

Innsbrucker Stadtklimaanalyse und Anpassungsstrategien

Energieplan: Energieautonomie 2050

Zu Beginn der strategischen Planungen stand bereits ab 2010 der Innsbrucker Energieplan, der mittlerweile aktualisiert wurde und als Zielszenario die Energieautonomie 2050 anstrebt. 

Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis der Stadt Innsbruck

Die Stadt Innsbruck schreibt alle zwei Jahre einen Umweltpreis aus. Dieses Mal wurde der Preis zum ersten Mal unter dem Namen „Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis der Stadt Innsbruck 2021“ geführt. Der Preis wird für ambitionierte und innovative Projekte und Projektkonzepte auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit vergeben. Er wird 2023 neu ausgeschrieben.

INN’F4UM – Innsbrucks Fit4Urban Mission

Bei INN’F4UM werden Maßnahmen erarbeitet, die Innsbruck bis 2030 klimaneutral machen können. Diese reichen von Bestandssanierungen, weiterer Nutzung versiegelter Flächen zur Energieproduktion etwa mittels Photovoltaik und vermehrter Nutzung von Infrastruktur.

EU – FP 7 Projekt Sinfonia (2014-2020)

Das Sinfonia Projekt „Smart Cities & Communities“ mit über 30 Partnern aus acht Ländern ist bereits abgeschlossen. In der Stadt Innsbruck wurden dabei energiesparende Maßnahmen in Stadtteilen ausprobiert. So sammelte unter anderem die IKB Erfahrungen in den Bereichen moderne Kraft-Wärme-Kopplung, Solarthermie, Wärme-Kältespeicher, Wärmepumpen zur Nutzung lokaler Abwärmequellen oder Wärmeversorgung über Fernwärmenetze. Abgewickelt wurde das Projekt von der Standortagentur Tirol

cool-INN & alp-INN: Kühle urbane Lebensräume

Coole Plätze für ein cooles Innsbruck. Zur Abkühlung sogenannter Hitzeinseln gibt es in der Stadt Innsbruck bereits zwei Projekte: cool-Inn & alp-INN. 

cool-INN wurde von der Stadt Innsbruck, der IKB, der Universität Innsbruck und der Uni für Bodenkultur in Wien (BOKU) bereits umgesetzt. Ziel war es, eine verbesserte Aufenthaltsqualität des Platzes und des Parks beim Messe-Gelände in der Ing-Etzel-Straße zu erreichen. Im Dezember 2021 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen und der Park im Sommer 2022 durch zahlreiche Veranstaltungen belebt (KlimaSalon). 

Klimafit soll auch der DDr. Alois-Lugger-Platz (alp-INN) im Zentrum des Olympischen Dorfes unter Einbindung der Bevölkerung, den ansässigen Vereinen und Betrieben gestaltet werden. Dabei wird auch der angrenzende Olympiapark in die Planungen miteinbezogen. Die besondere Herausforderung liegt darin, dass der Platz vollständig von einer Tiefgarage unterbaut wird, wodurch innovative Ideen seitens der Bevölkerung mit Hilfe von technischem und wissenschaftlichem Know-how gefragt sind. Das Projektteam besteht aus VertreterInnen der IIG, der ISD, Universität Innsbruck und der Stadt Innsbruck und wird für drei Jahre im Rahmen des Projektes „Leuchttürme für resiliente Städte 2040“ des österreichischen Klima- und Energiefonds gefördert. Projektstart war der 1. August 2022.

Verkehrsmasterpläne 

Im Bereich Mobilität setzt die Stadt Innsbruck auf den Ausbau von Öffentlichem, Rad- und Fußverkehr.

  • Der Masterplan Radverkehr 2030 wurde bereits beschlossen. Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern. Maßnahmen sind unter anderem der Ausbau eines lückenlosen Radwegenetzes. Mehr Infos gibt es unter: Fahrrad
  • Der Masterplan Gehen wird aktuell ausgearbeitet.  Mehr Infos gibt es unter: FußgängerInnen
  • Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs schreitet in Form der Regionalbahn und dem Ausbau des Straßenbahnnetzes voran. Begegnungszonen - nicht nur bei Neugestaltung von öffentlichen Plätzen - werden sukzessive errichtet. Aktuell stehen folgende Straßenraumgestaltungen auf dem Programm: Rennweg/Universitätsstraße, Bozner Platz, S-Bahn-Haltestelle Messe und Gaismaierstraße.

Diese Maßnahmen sollen das Auto als Fortbewegungsmittel in der Innenstadt überflüssig machen.

Klimafitter Wald

Fichtenmonokulturen gehören der Vergangenheit an. In Zukunft setzt Innsbruck auf naturnahe, laubholzreich, tiefwurzelnde Bäume. Mit Laubholz wie Kirsche, Nuss, Eiche, Ulme oder Ahorn werden Innsbrucks Wälder strukturreich und klimafit.  Zusätzlich setzen die WaldförsterInnen auf Waldhygiene, um Schädlingen wie den Borkenkäfer zu verringern - beispielsweise indem Nutz- und Schadholz schnell aus dem Wald befördert wird. Mit diesen Maßnahmen werden Bodenerosion, Schneebruch, Sturmschäden und Schädlinge begrenzt.

Klimaneutraler Stadtmagistrat

Aktuell erarbeitet die Geschäftsstelle Büro der Magistratsdirektorin - Klima & Umwelt ein Konzept für einen klimaneutralen Stadtmagistrat, in welchem derzeit vier Handlungsfelder als Schwerpunkte definiert sind (Mobilität, Gebäude, Beschaffung, Events). Für den  Magistrat wird momentan ein betriebliches Mobilitätsmanagement mithilfe externer Unterstützung erstellt. Bei der IIG werden Maßnahmen zum klimaneutralen Gebäudemanagement erarbeitet.

Einzugsbegleitung XL

Mehr Infos zur Einzugsbegleitung XL finden Sie unter Bürgerbeteiligung.

Zusammenarbeit

Die Klima-Krise kann man nicht individuell bewältigen. Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen, Verwaltungsebenen, öffentlichen und privaten Organisationen und allen Menschen sind die Grundvoraussetzung für erfolgreichen Klimaschutz und Klima-Krisenmanagement.

e5-Gemeinde

Das e5 - Gemeinde-Programm ist ein Bundes- und Landesprogramm für energiebewusste und klimafreundliche Gemeinden. Innsbruck ist seit Dezember 2013 Partner im e5 Programm, die Projektleitung liegt beim Amt Verkehrsplanung, Umwelt. Von Raumplanung und Architektur über Energielösungen bis zur Mobilität beinhaltet das Programm erprobte Energie- und Klimaschutzmaßnahmen. Die Aktivitäten werden regelmäßig durch eine externe Kommission bewertet und – vergleichbar mit den „Hauben“ in der Gastronomie – mit bis zu fünf „e“ ausgezeichnet. Mit einem Umsetzungsgrad von 64,4% und damit mit 4 „e´s“ ausgezeichnet, gilt Innsbruck als Pionier unter den Landeshauptstädten.

e5-Gemeinde-Innsbruck-2014-18

Die nächste Evaluierung wird für 2022 erwartet. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Prozentwerte weiter verbessert haben. Das vierte e scheint damit auch für die nächste Bewertung sicher.

Kooperationen

Zur Bewältigung des Klimawandels in Innsbruck gibt es Kooperationen zwischen:

  • den verschiedenen Ämtern (Umwelt, Forst, Verkehr, Wohnen, …) des Magistrats.
  • den städtischen Beteiligungsgesellschaften IKB, IVB und IIG.
  • Universitäten (Innsbruck, Wien EUnivercities, Ulysseus, etc.)

Europan Innsbruck

Europan ist ein Ideenwettbewerb durch den innovative Strategien für europäische Städte gefunden und umgesetzt werden sollen. Auf der Plattform reichen junge Fachleute der Stadt-, Landschafts- und Architekturplanung ihre Ideen ein. Auch für Innsbruck wurde ein solcher Ideenwettbewerb für den Bereich Innbrücke über Marktplatz bis hin zur Universitätsbrücke umgesetzt und zahlreiche Ideen prämiert. 

Smart City

Mit der Geschäftsstelle Smart-City werden die Ressourcen geschont, die Zusammenarbeit gestärkt und die Lebensqualität verbessert.

Projekte der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB)

Projekte der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB)

Projekte der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG)

Zuletzt aktualisiert am 09.11.2022