
Neue Altstadtpflasterung am Vier-Viecher-Eck© Stadt Innsbruck/RS
Neugestaltung der Pflasterflächen in der Innsbrucker Altstadt
Auf die Erneuerung der Leitungsinfrastruktur in den Jahren 2020/21 folgte die umfassende Neugestaltung der Pflasteroberflächen in der Innsbrucker Altstadt. Von den Grabungsarbeiten wenig betroffene Bereiche wurden dabei repariert, die übrigen Flächen vollständig erneuert. Die Arbeiten erfolgten zwischen April 2024 und Juli 2025 in zwei Bauphasen. Insgesamt wurden 7.500 Quadratmeter Altstadtfläche neu gepflastert, darunter die Herzog-Friedrich-Straße, die Hofgasse, die Pfarrgasse, die Schlossergasse, die Kiebachgasse und die Seilergasse. Der Bauablauf wurde so geplant, dass Handelsbetriebe, Gastgärten, Veranstaltungen und der fußläufige Verkehr möglichst störungsfrei fortgeführt werden konnten.
Gestaltungsprinzip
Grundlegendes Prinzip für die Neupflasterung ist eine richtungslose Verlegung mit Luserna-Gneis im Passéverband, der mit sechs verschiedenen Steingrößen ausgeführt ist. Der Entwurf der Architekten ARGE Köberl-Giner-Wucherer schafft im Zusammenklang mit den konisch verlaufenden Straßen- und Platzsituationen sowie den bestehenden historischen Oberflächen einen stimmigen Gesamteindruck. Die präzise Verlegung mit Stahlschablonen gewährleistet ein gleichmäßiges Erscheinungsbild. Die ungebundene Bauweise ermöglicht zudem eine nachhaltige Wiederverwendung der Steine bei künftigen Grabungen sowie eine verbesserte Retention und kühlende Wirkung durch die Wasseraufnahme der Fugen. Grundlage für die Umsetzung war die enge Zusammenarbeit der städtischen Fachämter, insbesondere vom Amt Stadtplanung, Mobilität und Integration und dem Amt Tiefbau, und die laufende Einbindung des Sachverständigenbeirats für das Stadt- und Ortsbildschutzgesetz und des Bundesdenkmalamts.
Ergänzende Maßnahmen zur Qualitätssteigerung
Neben der Neupflasterung wurde auch die Aufenthaltsqualität der Altstadt gezielt verbessert. Neue Bäume am Mundingplatz, beim Vier-Viecher-Eck und in der Herzog-Otto-Straße bringen zusätzliches Grün in das historische Umfeld. Ein Trinkbrunnen am Vier-Viecher-Eck lädt zum Verweilen und Erfrischen ein, während neue Infrastrukturschächte die Abwicklung von Veranstaltungen erleichtern. Durch den Einbau von Pollern an den Einfahrten Ottoburg und Marktgraben konnten zudem die Sicherheitsstandards an geltenden Anforderungen angepasst werden. Neue Sitzbänke tragen wesentlich zur Aufwertung des konsumfreien Aufenthalts in der Altstadt bei. Ergänzend wurde die Beleuchtungssituation bei ausgewählten Zugängen zur Altstadt verbessert.
Weitere Informationen zum Projekt:
Stand
Die Bauarbeiten zur Pflasterung sind abgeschlossen.
Beteiligung
Die Pflasterarbeiten wurden durch einen Dialogprozess kommunikativ begleitet. Mehrere Informationsveranstaltungen boten der Bevölkerung die Möglichkeit, sich über das Bauvorhaben zu informieren und Fragen einzubringen.
Im Vorfeld wurden die Betreibenden der Gastgärten in Einzelgesprächen über die bevorstehenden Arbeiten sowie die damit verbundenen Einschränkungen informiert. Darüber hinaus erhielten lokale Wirtschaftstreibende im Rahmen einer eigenen Informationsveranstaltung Gelegenheit, direkt mit der ausführenden Baufirma und Mitarbeitenden der Stadt Innsbruck in Austausch zu treten und ihre Anliegen einzubringen.
Während der Bauphase wurde in der Altstadt ein eigenes Baubüro eingerichtet, das der Bevölkerung und Betrieben als direkte Anlaufstelle diente. Dort bestand wöchentlich die Möglichkeit, Anliegen persönlich vorzubringen und im direkten Austausch zu klären.
Kosten
Die Gesamtkosten für die Oberflächengestaltung in der Altstadt betrugen 8,9 Millionen Euro. Abzüglich der von den Leitungsbetreibern zu entrichtenden Abstattungsbeträge sowie der Förderungen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 2023 beliefen sich die Aufwendungen der Stadt Innsbruck auf 4,7 Millionen Euro.
Kontakt
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8.00-12.00 Uhr und nach Terminvereinbarung
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8.00-12.00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr
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