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Innsbruck als Verkehrsknotenpunkt

Bereits zur Zeit des Heiligen Römischen Reiches führte durch das heutige Gebiet von Innsbruck eine Hauptverkehrsstraße über den Brenner nach Verona und in den Norden nach Augsburg. An den Verlauf dieser antiken Straßenzüge hielt man auch im Mittelalter fest. Rush-hour auf der Innbrücke (Foto: StAI Ph-24635, nach 1900)Das Verkehrsnetz durch Innsbruck war im Bereich des Oberinntals von zwei Hauptverkehrslinien gekennzeichnet. Dabei führte die „untere Straße“ von Augsburg über Scharnitz, Innsbruck, den Brenner, das Pustertal nach Venedig und die „obere Straße“ über den Fernpass, Landeck, den Reschen nach Bozen. Der erste Straßenzug wurde vom Durchzugsverkehr stärker in Anspruch genommen. Daneben bestand ein Weg von Innsbruck über Mieming, Nassereith über den Fernpass nach Reutte und weiter nach Kempten an den Oberrhein. Über den Arlberg wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Fahrstraße für den Frachtverkehr angelegt und seit diesem Zeitpunkt nahm die Transporttätigkeit durch das Oberinntal über den Arlberg nach Feldkirch zu. Eine weitere wichtige Strecke für den Nord-Süd Verkehr war der von Innsbruck ausgehende, durch das Unterinntal nach Rosenheim und Regensburg führende Weg. Neben den angeführten Hauptstraßen existierten noch weitere Straßen, die von Innsbruck aus zu den benachbarten Gemeinden führten.

Einsam auf weiter Flur ... (Foto: StAI KR/NE-3827, 1955)Die Landstraßen zeigten sich zunächst schmal und steil angelegt, ausgezeichnet durch zahlreiche Unebenheiten. Eine erste Verbesserung und Neuanlegung der Hauptstraßen wurde durch Kaiserin Maria Theresia (1717 – 1780) in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts initiiert. Eine weitere Modernisierung des Verkehrsnetzes erfolgt im Zeitraum zwischen 1820 und 1860, indem die österreichische Regierung auch in Tirol so genannte Reichsstraßen anlegte. Diese zeichneten sich durch einen sehr festen Unterbau, eine zumeist sechs Meter breite Fahrbahn und einen ebenen Verlauf aus. Seit 1919 werden die Reichsstraßen als Bundesstraßen bezeichnet und seit 1925 mit Hartdecken aus Beton oder Asphalt versehen.


Motorengräusch auf der Maria-Theresien-Straße (Foto: StAI KR/NE-2160, um 1955)Trotz vorhandenen modernen Straßennetzes präsentierte sich Innsbruck bezüglich des Verkehrswesens noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als Landstadt. Erst Ereignisse wie der Bau der Kettenbrücke über den Inn bei Mühlau (1838/43), die Errichtung der Brennerstraßenschleife über Wilten und die Belegung der Hauptstraßen mit Steinplatten (1840) erhöhten den Verkehr in Innsbruck erheblich. Mit dem Übergang in das 20. Jahrhundert waren es der Alpinismus, der Fremdenverkehr und der erwachende Wintersport, die das Verkehrsaufkommen enorm steigerten. In diesem Zusammenhang leistete der Bau der Eisenbahnlinie Innsbruck-Kufstein (1858) einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Ortsverkehrs auf Innsbrucks Straßen. Zunächst sollten es aber die Fiaker sein, die das Straßenbild der Stadt beherrschten und den Verkehrsdienst in Innsbruck verrichteten. Auch als 1910 in der Tiroler Landeshauptstadt das Zeitalter der Autotaxis anbrach, sollten Jahre vergehen, bis die Fiaker von Innsbrucks Straßen verdrängt waren. Heute bestehen diese noch als touristische Attraktion.

 

Kraftfahrzeugbestand 1925 - 1980
Kraftfahrzeugbestand von Innsbruck und Tirol im Vergleich
Anteil des Kraftfahrzeugbestandes von Innsbruck am Gesamtbestand Tirols 1948 - 1980
Kraftfahrzeugdichte der Stadt Innsbruck 1925 -1980
Kraftfahrzeugdichte Grafiken
 

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