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Kindesunterhalt | Alimente

Was ist Kindesunterhalt?

Beide Elternteile sind gemäß § 231 ABGB zum Kindesunterhalt verpflichtet. Der betreuende Elternteil kommt seiner Verpflichtung durch die "Pflege und Erziehung" des Kindes und die Haushaltsführung nach. Der Kindesunterhalt in Form von Geld ist der Anspruch des Kindes gegenüber dem getrennt lebenden (und nicht pflegenden) Elternteil.

Was ist der Regelbedarf?

Der Regelbedarf ist eine statistische Größe des BEDARFES eines Kindes in einer bestimmten Altersstufe, die in Österreich gilt. Dies ohne Rücksicht auf die konkreten Lebensverhältnisse seiner Eltern und ist nur als RICHTWERT zu verstehen.Der Regelbedarf ist jener Bedarf, den das Kind neben der Betreuung durch den haushaltsführenden Elternteil zusätzlich hat.

Regelbedarf                 2017/2018           2018/2019

00-03 Jahre                     € 204,--               € 208,--

03-06 Jahre                     € 262,--               € 267,--                  

06-10 Jahre                     € 337,--               € 344,--

10-15 Jahre                     € 385,--               € 392,--

15-19 Jahre                     € 454,--               € 463,--

19-25 Jahre                     € 569,--               € 580,--

(gültig jeweils von 01.07. bis 30.06)
 

Was muss getan werden, um den Kindesunterhalt festzulegen?

Wenn Sie einen rechtsgültigen Unterhaltstitel schaffen wollen, dann wenden Sie sich an die Kinder- und Jugendhilfe oder an das zuständige Pflegschaftsgericht. Durch die Schaffung eines Titels (Vergleich oder Beschluss) kann der Kindesunterhalt gesichert werden.

Wie und durch wen wird der Kindesunterhalt berechnet?

Der Kindesunterhalt richtet sich einerseits nach dem Alter und den Bedürfnissen des Kindes und andererseits nach der Leistungsfähigkeit des geldunterhaltspflichtigen Elternteils. Berechnet wird der Kindesunterhalt vom zuständigen Rechtsvertreter/der zuständigen Rechtsvertreterin der Kinder- und Jugendhilfe bzw. vom zuständigen Pflegschaftsgericht auf Antrag.

Für die Berechnung des Kindesunterhaltes muss der gesetzliche Vertreter oder die gesetzliche Vertreterin der Kinder- und Jugendhilfe gemäß § 208 Abs.2 ABGB eine Zustimmungserklärung erteilen.

Bitte bringen Sie folgende Dokumente mit:

  • Vaterschaftsanerkennung
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Meldezettel

In Folge werden die weiteren Schritte zur Unterhaltsfestsetzung durch den Kinder- und Jugendhilfeträger durchgeführt. Vom Unterhaltspflichtigen werden nachstehende Unterlagen angefordert:

  • sämtliche Einkommensbelege der letzten 12 Monate (zB. Lohnzettel oder Gehaltsabrechnungen, Bescheide über Arbeitslostenunterstützung, Pensionsbezug, Krankengeld, Nachweis über Pacht- und/oder Mieteinnahmen, sowie über sonstige Einkommens- und/oder Vermögensnachweise.
  • als Selbstständiger: den letzten Einkommenssteuerbescheid, die aktuellste Bilanz und Nachweise über Ihre Privatentnahmen innerhalb des letzten Jahres und allfällige sonstige Einkommens- und/oder Vermögensnachweise.
  • bei weiteren Sorgepflichten: gegebenenfalls Dokumente, die Ihre weiteren gesetzlichen Sorgepflichten belegen (zB. Heiratsurkunde, Geburtsurkunden weiterer Kinder usw.) und allenfalls Einkommensnachweise Ihrer Ehefrau/Ihres Ehemannes.

Zur Berechnung des Kindesunterhaltes wird die Prozentmethode angewandt. Weitere Sorgepflichten werden "prozentuell" berücksichtigt.

Prozentuelle Regelung des Unterhaltsanspruchs

Wie kommt das Kind zu seinem Recht bzw. zu seinem Unterhalt?

Wenn der geldunterhaltspflichtige Elternteil den festgesetzten Unterhaltsbeitrag nicht bezahlt, dann können Sie den Kinder- und Jugendhilfeträger gem. § 208 ABGB mit der Durchsetzung der Unterhaltsansprüche beauftragen. Es besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit den Unterhalt bevorschussen zu lassen. Grundsätzlich knüpfen die Unterhaltsvorschüsse an das Bestehen eines Titels (=festgesetzter Unterhaltsanspruch) an.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Richtsatzvorschüsse gewährt: Wegen der Komplexität und zur Vermeidung von Missverständnissen fordert Sie der zuständige Rechtsvertreter/die zuständige Rechtsvertreterin zu einem persönlichen Gespräch auf. So kann der zuständige Rechtsvertreter/die zuständige Rechtsvertreterin auf Ihre individuelle Situation eingehen.

Wie finde ich den zuständigen Rechtsvertreter bzw. die zuständige Rechtsvertreterin?

Die Zuständigkeit der Rechtsvertreter und Rechtsvertreterinnen richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens Ihres Kindes (siehe Übersicht rechts). Die Zimmernummern sind mit der Durchwahl identisch.

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