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stadt_potenziale innsbruck

Kunst- und Kulturinnovationsförderung der Stadt Innsbruck

Mit „stadt_potenziale" initiierte die Stadt Innsbruck einen auf zeitgenössische Kunst und Kulturarbeit ausgerichteten Fördertopf, der seit Herbst 2007 jährlich ausgeschrieben wird. Inhaltlich wendet sich die Ausschreibung an Kunst- und Kulturprojekte, die sich mit Urbanität bzw. Stadt als kulturellen Raum und Innsbruck im Speziellen auseinandersetzen.

Ziel ist die Förderung von Arbeiten und Projekten, die innovativ und qualitätvoll relevante Aspekte und Fragen gelebter Urbanität mit den Mitteln von Kunst und Kultur bearbeiten – im Sinne eines offenen Prozesses, der unterschiedliche Kulturauffassungen gleichzeitig zulässt und daraus die „Interpretation einer Stadt“ aus den verschiedensten Sichtweisen generiert. „stadt_potenziale“ will diese künstlerischen Potenziale aktivieren und fördern, um so den städtischen Kulturraum Innsbruck als einen lebendig-öffentlichen, kommunikativen und partizipativen Ort der spannungs- und facettenreichen Befassung mit seinen Gegebenheiten, Möglichkeiten, Problemen, Nischen, Fehlstellen, Fantasien usw. zu forcieren.

stadt_potenziale innsbruck 2017

Am 1. Februar 2017 wählte die Jury aus insgesamt 39 Einreichungen
8 Kulturprojekte aus, die mit insgesamt € 70.000,- gefördert werden:

Albrecht Dornauer, € 10.000,-
Home Taping is killing Music
Die Kassette als Reise in ein analoges Innsbruck
In einem zehntägigen Schwerpunkt widmet sich das Projekt historischen wie auch aktuellen Entwicklungen der Kassettenkultur, mit teils Innsbruck bezogener aber genauso globaler Relevanz. In der Kulturbackstube Die Bäckerei finden in dieser Zeit zwei Ausstellungen statt. Eine behandelt die Kulturgeschichte des Walkmans, eine andere ist die Aufarbeitung der Innsbrucker Kassettenzeitung SFI (1986-91). Weiters gibt es eine im begehbare Rauminstallation in Form einer Riesenkassette, in der man auf einem Laufband rollend, kassettentypische Klangkollagen hört. Weiters gibt es eine Sammel- und Tauschbörse aus 30 Jahren Innsbrucker DJ Mixes, die irgendwann als Kassette erschienen. Abgerundet wird das Programm durch Konzerte des amerikanischen Kassetten DJs Awesome Tapes from Africa, Exponenten der Paris Tape-Art Szene sowie einem Live Mixtape Abend.
Zeit: Sommer 2017-Sommer 2018

Initiative Minderheiten/Michael Haupt, € 2.300,-
Aufwachsen – Notlanden – Ankommen - Dazugehören
Blicke, Stimmen und Klänge über das Leben vor, während und fern des Krieges

Emad Husso, ein geflüchteter, syrischer Journalist, hat aus Aleppo und einem türkischen Flüchtlingslager Fotos mitgebracht, berührende Bilder, die das Leben inmitten des Krieges zeigen. Der in Innsbruck ansässige syrische Oud-Spieler George Naser ergänzt das Programm musikalisch. Eine Kooperation mit dem KochLokal soll neue kulinarische Inputs bringen. Alles in allem der Versuch mittels Kunst, Musik, Kulinarik und Gesprächen einen vielfältigeren Blick auf Syrien zu ermöglichen und Empathie für die neuen NachbarInnen zu schaffen, dort wo sie leben.
Zeit: Februar-Oktober 2017

Bilding/Monika Abendstein, € 12.200,-
kunstnotruf

Der kunstnotruf ist eine Servicestelle die Mut macht zu verändern und mitzugestalten. Die Mitarbeiter der bilding-Werkstatt erklären den öffentlichen Raum zum kollektiven, gestalterischen Freiraum, bilden ein Team mit den Nochzurettenden, diskutieren, entwickeln gemeinam und partizipativ und richten den Scheinwerfer auf die Bühne „Lebensraum“. Ein Stück Poesie entsteht, aufgeführt und gelebt von allen die mitgestalten und verändern wollen mit Fantasie und künstlerischer Freiheit. Und irgendwas bleibt was jeder von uns braucht und was uns braucht. Wer? Betroffene in allen Lebenslagen zusammen mit KünstlerInnen, ArchitektInnen, Kindern und Jugendlichen. Wo? Im überdesignten oder gestalterisch verwaistem Stadtgebiet, dort wo man uns braucht. Wann? sobald man uns ruft und sicher ein Jahr lang. Für wen? Für uns alle. Der Kunstnotruf agiert frei und in Kooperation mit Jugendeinrichtungen, Flüchtlingseinrichtungen und anderen Einrichtungen für Minderheiten.
Zeit: Jänner-Oktober 2017

Michaela Adrigan/Michaela Senn, € 10.500,-
The Untitled

Mit dem, über den Bereich der darstellenden Kunst hinausgehenden, Performance-Festival „The Untitled“ (Arbeitstitel), welches im Frühjahr 2018 an zwei bis drei Tagen im und rund um das Freie Theater Innsbruck stattfinden wird, soll dem Anliegen, verschiedene Kunstdisziplinen in einen Prozess der „wechselseitigen Erhellung“ zu bringen, Genüge getan werden. Die Verflechtung, gegenseitige Bereicherung und diskursive Auseinandersetzung ästhetischer und künstlerischer Strategien zu einem gewissen Thema, soll dem Ziel folgen, Disziplinengrenzen von Einzelkünsten abzubauen und den Austausch zwischen solcherlei „StrategInnen“ anzuregen. Neben Kooperationen mit Innsbrucker Kulturinitiativen und KünstlerInnen, welche hybride und intermediale Kunst-formen nicht scheuen, soll eine Eigenproduktion konzipiert und realisiert werden.
Zeit: Jänner-September 2017

p.m.k./Ulrike Mair, € 5.000,-
OHNE THEORIE KEINE REVOLUTION „too much is not enough...“ NoMeansNo
WIR WOLLEN THEORIE UND ZWAR JETZT
Mit vorliegendem Projekt will sich die p.m.k theoretisch fundierten input für ihre weitere Arbeit holen. Es ist eine Tatsache, dass durch die Ausdifferenzierung der genres und stile in den letzten Jahrzehnten allein in der Musik neueste Strömungen und Entwicklungen für eine einzelne Programmgestaltende Person unüberblickbar geworden sind. In jedem Quartal steht die p.m.k unter einem anderen Spezialthema. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass die vier theoretischen Schwerpunkte längerfristig einen diskursiven inhaltlichen Prozess innerhalb der p.m.k auslösen.
Zeit: 2017-2018

KostNixLaden Innsbruck/Laurin Mackowitz, € 4.200,-
10 Jahre KostNix

Der Innsbruck Umsonstladen KostNix veranstaltet zu seinem 10 jährigen Jubiläum in Zusammenarbeit mit Innsbrucker Vereinen, Künstler*innen, Aktivist*innen und Interessierten zehn verschiedene kulturelle und informative Veranstaltung zu den Thematiken Wegwerfgesellschaft, Konsumismus, alternative Ökonomien und gesellschaftliche Partizipation. An zehn verschiedenen Orten in Innsbruck präsentieren Aktivist*innen und Künstler*innen den KostNix-Laden und seine Umsonstphilosophie. Im Zentrum steht das Globale- Umsonstladen-Treffen. Dabei werden Aktivist*innen aus der näheren Umgebung und von weiter her in Innsbruck zusammenkommen, um über die langfristigen Perspektiven der Umsonstökonomie zu debattieren.
Zeit: Jänner-November 2017

Christian Dummer/Teresa Stillebacher, € 12.000,-
MY OWN PRIVATE ARCADIA. Stadtraum als Teil der privaten Materie
Die Raumskulptur MY OWN PRIVATE ARCADIA zeigt wie viel Raum zB. noch von 70m² leistbarem Wohnraum einer Durchschnitts-familie des Stadtrandes im innersten Bezirk Innsbrucks übrig bleibt und macht die groteske Entwicklung des Verkommens von Wohnen zu spekulativer Größe anprobierbar – für eine Stunde, oder eine Nacht! MY OWN PRIVATE ARCADIA ist eine ca 5m² große Skulptur, die einen Ort besetzt sowie ein Stück Privatraum im Öffentlichen beheimatet, und als Zelle autonomen Denkens und Handelns jedem offensteht. Sie wird in der Stadt Innsbruck platziert, an einem prominenten Ort (zB. vor dem Goldenen Dachl). Als winzige Wohneinheit kann die Raumskulptur innerhalb der Standzeit via Blog für max. einen Tag/eine Nacht oder min. eine Stunde gebucht werden. Jeder der Partizipierenden wird Teil dieser privaten Collage und kann den Raum je nach Belieben nutzen. Ein Eingangssymposium zu neuen Tendenzen im Bereich Wohnen / Öffentliche Räume soll das Thema und die Installation eröffnen.
Zeit: März-Juli 2017

Kulturverein Vogelweide/Susanne Grüner-Ehrenstrasser, € 13.800,-
BIRDLAB-MAPPING WALTHERPARK REALITIES
Das Projekt „Birdlab_Mapping Waltherpark Realities“ dockt an die Plattform des Kulturvereins Vogelweide an und versucht, das Thema der temporären Aneignung von öffentlichen Raum mit Experimenten zu dekonstruieren, die sich zwischen qualitativ innovativer Stadt- und Sozialraumforschung und experimentell künstlerischer Arbeit bewegen. Ziel ist es, zum einen die verschiedenen Haltungen und sozialen Interaktionen von Menschen und zum anderen die daraus resultierenden Konstruktionen von Räumen zu untersuchen. Im Vordergrund steht stets die kritische Auseinandersetzung mit Formen der Aneignung, Identität und deren Repräsentation(en) im öffentlichen Raum. Um den (Sozial-)Raum Waltherpark als öffentlichen Ort inmitten der Stadt Innsbruck zu aktivieren, zu untersuchen und zu dokumentieren, widmen sich die Experimente dem Sprechen, Sehen und Hören. Der Verein Vogelweide kooperiert für das Projekt mit dem Institut für Geographie der Universität Innsbruck, Verein ipsum, Radio Freirad und Die Bäckerei.
Zeit: April-September 2017

 

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