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stadt_potenziale innsbruck

Kunst- und Kulturinnovationsförderung der Stadt Innsbruck

Dotierung: € 70.000,-

Mit „stadt_potenziale" initiierte die Stadt Innsbruck einen auf zeitgenössische Kunst und Kulturarbeit ausgerichteten Fördertopf, der seit Herbst 2007 jährlich ausgeschrieben wird. Inhaltlich wendet sich die Ausschreibung an Kunst- und Kulturprojekte, die sich mit Urbanität bzw. Stadt als kulturellen Raum und Innsbruck im Speziellen auseinandersetzen.
 

Ziel ist die Förderung von Arbeiten und Projekten, die innovativ und qualitätvoll relevante Aspekte und Fragen gelebter Urbanität mit den Mitteln von Kunst und Kultur bearbeiten – im Sinne eines offenen Prozesses, der unterschiedliche Kulturauffassungen gleichzeitig zulässt und daraus die „Interpretation einer Stadt“ aus den verschiedensten Sichtweisen generiert. „stadt_potenziale“ will diese künstlerischen Potenziale aktivieren und fördern, um so den städtischen Kulturraum Innsbruck als einen lebendig-öffentlichen, kommunikativen und partizipativen Ort der spannungs- und facettenreichen Befassung mit seinen Gegebenheiten, Möglichkeiten, Problemen, Nischen, Fehlstellen, Fantasien usw. zu forcieren.

stadt_potenziale innsbruck 2016

Am 3. Februar 2016 wählte die Jury aus insgesamt 46 Einreichungen
8 Kulturprojekte aus, die mit insgesamt 
€ 70.000,- gefördert werden.

DIE JURY
• Hannah Crepaz, Hall in Tirol
• Katarina Csanyiova, Wien/Bratislava/Innsbruck/Mexico City/Brünn/Prag
• Can Gülcü, Wien




DIE SIEGERPROJEKTE

1) metallon / € 11.000,-
Dark matter – Elektronik Trio (Hannes Kerschbaumer, Federico Campana, Andrea Beggio):
„metallon“ ist eine kritische klangliche Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Funktion der Glocke in der heutigen Zeit. Anhand digitaler Methoden werden Metallklänge während der Produktion von Glocken aufgenommen, erforscht und schließlich neu komponiert. Daraus entstehen einerseits ein abendfüllendes Werk und andererseits mobile Klanginstallationen, die zeit- und ortsgebunden erklingen werden (Glockengeläute an Innsbrucker Kirchen). Innsbruck erscheint mit seiner langen Geschichte der Glockenherstellung als ein idealer Ort dieser Auseinandersetzung.
Zeit: Mai/Juni 2017

2) sehenswürdig / € 6.500,-
Milena Meller:
Die Künstlerin Milena Meller beschäftigt sich in diesem Projekt mit Innsbruck und für sie bedeutsame Orte in diesem Gebiet. Daraus entsteht nach und nach eine Art von subjektivem inneren ‚Stadtplan‘, welcher auch tatsächlich produziert wird. In Kombination mit diesem Stadtplan sollen 20 Ansichtskarten entstehen: Bilder von Punkten, die im Plan hervorgehoben werden und von Meller künstlerisch untersucht und verändert werden. Das entstandene Set aus Plan und Karten soll an (touristisch) frequentierten Orten gratis aufliegen und so die üblichen Informationsmaterialien subtil unterlaufen. Es geht um die eigene Geschichte, die mit der allgemeinen Geschichte verschmilzt.
Zeit: Herbst 2017

3) AUS & INNSBRUCK / € 19.200,-
Christian Höller und soda (Astrid Dahmen, Krista Sommer):
AUS & INNSBRUCK ist eine temporäre mobile Plattform für Integration und Austausch. Ein  von Architekturstudierenden gebauter Pavillon wird zum Ort der Begegnung. In Kooperation mit Kulturschaffenden, Vereinen und VeranstalterInnen bekommen InnsbruckerInnen und Flüchtende Gelegenheiten, einander im Rahmen von Diskussionen und Vorträgen, Musikproduktionsworkshops und Konzerten, kulinarischen Veranstaltungen sowie Kinder- und Jugendprogrammen näher zu kommen. Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich von Vielfalt inspirieren zu lassen. Der Pavillon steht im Anschluss dem Flüchtlingsheim Reichenau als Ort des Spiels und der Kommunikation im Außenbereich des Heimes zur Verfügung.
Zeit: Sommer 2016

4) Feminism - loaded / € 5.000,-         
AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (Monika Jarosch):
Die Wanderausstellung „Feminsim – loaded“ thematisiert anhand von Roll-Ups, Hörstation, interaktiver Station und Lesestation die frauenbewegte Geschichte Innsbrucks, Errungenschaften und unerledigte Anliegen feministischer Bewegungen sowie Leistungen von Frauen in der Öffentlichkeit (als Künstlerinnen, Politikerinnen, Wissenschafterinnen..). Nach einer Ausstellungseröffnung in Innsbruck soll die Ausstellung in den Folgejahren zu vielen öffentlichen Orten wandern und an Schulen, Bildungshäusern, Kultureinrichtungen oder öffentlichen Bibliotheken platziert werden.
Zeit: November/Dezember 2016

5) Umbrella – Innsbrucker Queerfilmtage / € 1.250,-
Umbrella Kollektiv (Vanessa Roseline Siegl):
„Umbrella“ stellt queere FilmemacherInnen vor (der Fokus wird hierbei bewusst auf FLIT – Frauen, Lesben, Intersex, Transgender – gelegt) und bietet die Möglichkeit zur Vernetzung. Die Veranstaltungsreihe umfasst Kurzfilm-Workshops, eine Podiumsdiskussion zum Thema Filmemachen als queere Frauen, Kurzfilme von queeren Tiroler Filmemacherinnen, eine Burlesque-Performance sowie acht Filme über queere Lebensrealitäten (z. Bsp. Körperlichkeit, Comedy oder alternative, nicht heteronormative Beziehungsmodelle).
Zeit: 11.-17. April 2016; http://umbrellaqueerfilm.org/

6) Urbantypes / € 7.500,-
Wei sraum (Nicola Weber):
Zeichen und Schriftzüge im öffentlichen Raum, an Geschäftsportalen, Fassaden, Wegweisern, Plätzen werden oft nicht bewusst wahrgenommen, prägen aber unseren Eindruck vom Charakter der Stadt maßgeblich mit. WEI SRAUM möchte mit diesem Projekt Schrift im urbanen Raum zum Thema machen, das Bewusstsein für dessen Bedeutung und den Blick für die ursprünglichen Zeichen der Stadt schärfen. Sie werden die heutigen typografischen Ausdrucksformen in der Stadt anhand unterschiedlicher Angebote und Formate erforschen – geführte Schriftspaziergänge für Kinder und Erwachsene, Workshops zum Thema Schrift / Typografie, einem öffentlichen Blog für Innsbrucker Stadtschriften, dem Sammeln von Fassadenbeschriftungen aus Abbruchobjekten und einer Publikation.
Zeit: März – Oktober 2016

7) Schlachthofblock / € 11.750,-
Melanie Hollaus, GUF Gruppe Unabhängiger FilmemacherInnen:
Am Gelände des ehemaligen städtischen Schlachthofs zwischen Bahnlinie und Sill wurde 1922-1925 der „Schlachthofblock“ als eine der ersten städtischen Sozialwohnanlagen gebaut. Neben der Schaffung von 446 Notunterkünften sollte in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die herrschende Wohnungsnot gelindert werden. Den BewohnerInnen des Schlachthofblocks eilt der Ruf voraus nicht zimperlich zu sein und mitunter das Faustrecht anzuwenden. Der geplante Film soll zeigen, wie Bevölkerungsgruppen an den „Rand der Gesellschaft“ gedrängt werden und gleichzeitig Ausgrenzung zu einem engen Zusammenhalt untereinander führen kann.
Zeit: Dezember 2017

8) ErntehelferInnen / € 7.800,-
Franz-Xaver Schumacher, Lissie Rettenwander, Sónia Melo:
Das Projekt beschäftigt sich mit der Lebens- und Arbeitssituation von LandarbeiterInnen in Tirol in Form einer Live-Performance. Diese besteht aus Dokumentationsmaterial (Interviews mit Betroffenen), literarischen Texten und Musik. Inhaltlich thematisiert die Performance die Lebensbedingungen von LandarbeiterInnen auf den Feldern in Absam, Thaur und Co. Und stellt Fragen wie: Was sind die Ursachen für die katastrophalen Arbeitsbedingungen vieler SaisonarbeiterInnen in Tirol? Wie hat sich die Identität und Rolle der Tiroler Bauern gewandelt? Welche Rolle spielen Handelsketten und KonsumentInnen?
Zeit: Winter 2016

Änderungen vorbehalten


Projekt-SiegerInnen der stadt_potenziale innsbruck 2016 mit Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

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