Ausstellung "Ausgelöscht"
Ausstellung "Ausgelöscht"
Auf Initiative des Beirates für Menschen mit Behinderung der Stadt Innsbruck und in enger Kooperation von Stadt und Universität konnte die Ausstellung "Ausgelöscht. Opfer der NS-Euthanasie aus Tirol, Vorarlberg und Südtirol" vom 19. bis 29. Juli 2005 im Plenarsaal des Neuen Innsbrucker Rathauses gezeigt werden.
Erarbeitet wurde sie von Studierenden des Instituts für Geschichte an der Universität Innsbruck, der „Projektgruppe Zeitschatten“. Die für SchülerInnen konzipierte Ausstellung wurde bereits an den Universitäten Innsbruck und Bozen gezeigt. Auf Initiative des Behindertenbeirates der Stadt Innsbruck konnte sie erstmals auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
In den Augen der Nationalsozialisten galten Behinderte und psychisch Kranke als „lebensunwert“. Die Maßnahmen gegen sie gingen von der Zwangssterilisation bis zur systematischen Ermordung. Insgesamt fielen der „NS-Euthanasie“ geschätzte 180.000 Menschen zum Opfer, hunderte davon aus Tirol, Vorarlberg und Südtirol. Die Ausstellung „Ausgelöscht“ hat die Gesichter hinter den nackten Zahlen gezeigt. Sie hat Lebensgeschichten von Menschen aus diesem Raum erzählt. Von ihrer Kindheit und Krankheit. Von Abtransport und Tod. Von Versuchen, Leben zu retten. Vom Überleben. Und von Menschen, die Familienmitglieder verloren haben.

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Ausstellung
